Webentwicklung Glossar

Bei meiner Arbeit stelle ich immer wieder fest, dass viele Menschen technische Begriffe verwenden, deren Bedeutung ihnen nur teilweise klar ist. Dem möchte ich hier Abhilfe schaffen, und die wichtigsten Begriffe aus der Webentwicklung kurz erläutern. Mit ein wenig Hintergrundwissen können technische Probleme besser besprochen und nachvollzogen werden.

Zur besseren Verständlichkeit habe ich dabei viele Dinge vereinfacht. Das Ziel dieses Glossars ist es ein Grund-Verständnis aufzubauen und nicht zu 100% korrekte Definitionen zu liefern.

 

ABCD – E – FGHIJ – K – LM – N – O – P – Q – RS – T – U – V – WX – Y – Z

– A –

AJAX

Diese Abkürzung steht für Asynchronous JavaScript And XML. Sie beschreibt eine Technik, bei der Daten mit dem Server ausgetauscht werden ohne die Webseite neu zu laden. So kann eine Webanwendung flüssiger bedient werden. Eine typische Anwendung sind die Vorschläge, wenn man anfängt etwas in ein Suchfeld einzutippen.

API

API ist die Abkürzung für Application Programming Interface. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle, die eine Anwendung für eine andere Anwendung zur Verfügung stellt, um beispielsweise auf ihre Daten zuzugreifen. So bietet beispielsweise Facebook eine API für Programmierer an, um Facebook Apps zu schreiben.

ASP.NET

Active Server Pages ist eine Technologie von Microsoft, um dynamische Webseiten zu erstellen. Auf dem Server wird Programmcode ausgeführt. So können beispielsweise die Eingaben in ein Kontaktformular überprüft werden und dem User je nach Ergebnis eine Fehlermeldung oder eine Bestätigung ausgegeben werden.

Auth-Code

Den Auth-Code ist eine Art Passwort, das man benötigt, wenn man eine Domain zu einem anderen Hoster umziehen möchte. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, damit niemand Domains umziehen kann, die ihm nicht gehören. Man erfährt den Auth-Code beim alten Hoster und muss sie dem neuen Hoster mitteilen. Meistens gibt es fertiges Eingabefeld für den Auth-Code.

– B –

Back-End

Das Wort Back-End führt immer wieder zu Verwirrung, weil es je nach Zusammenhang für verschiedene Dinge stehen kann. Im Gegensatz zum Front-End ist das Back-End weiter weg vom Benutzer. Das Back-End ist sozusagen der Motor unter der Haube, der sich um Datenverarbeitungen kümmert, von denen der Benutzer nichts mitbekommt.

Bei einem Content Management System kann das Back-End auch für den Administrations-Bereich stehen, in welchen nicht jeder Benutzer rein darf. Im Online-Marketing ist das Back-End häufig auch ein geschlossener Bereich der Webseite, wo nur (zahlende) Kunden Zugang haben.

– C –

Cache

Das Wort Cache hört man meistens zusammen mit der Aufforderung diesen zu leeren. Ruft man eine bestimmte Seite öfters auf, müssen immer wieder die gleichen Inhalte vom Server geladen werden. Daher speichert der Browser bestimmte Daten auf der Festplatte, um sie nicht jedes Mal neu herunterladen zu müssen. Gerade bei Bildern lohnt sich das. Ändert jedoch ein Entwickler etwas auf dem Server kann es sein, dass man davon nichts mitbekommt, weil man ja die Daten von der eigenen Festplatte verwendet. Daher muss man den Cache leeren, damit die Daten wieder neu vom Server geladen werden. Dies geht je nach Browser etwas unterschiedlich. Hier gibt es Anleitungen für Firefox, Chrome und Internet Explorer.

Es gibt übrigens auch einen Server-Cache, wo Daten auf dem Server zwischengespeichert werden, anstatt auf der Festplatte des Benutzers. Mit diesem hat man als Nicht-Entwickler jedoch in der Regel nichts zu tun.

Client

Der Client ist in Webanwendungen derjenige, der Daten von einem Server anfordert. Dies ist in der Regel der Computer eines Benutzers, bzw. der darauf laufende Browser. Es ist also nicht der Mensch vor dem Computer gemeint, sondern der Computer selbst.

CMS

CMS steht für Content Management System. Es handelt sich dabei um eine Anwendung, um Inhalte für eine Webseite zu verwalten. Der entscheidende Vorteil eines CMS ist es, dass man auch ohne Programmierkenntnisse die Webseite in einem gewissen Rahmen ändern kann und nicht für jeden Rechtschreibfehler einen Entwickler bemühen muss. Bekannte Content Management Systeme sind beispielsweise WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal.

Cookie

Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die eine Webanwendung auf dem Computer eines Benutzers abspeichern kann. Kehrt ein Benutzer später zurück, schickt er diese Datei automatisch wieder an den Server. So kann der Server den Benutzer identifizieren und beispielsweise in einem Shop seinen alten Warenkorb wieder herstellen.

Cronjob

Ein Cronjob ist eine Aufgabe, die in einem UNIX-Betriebssystem zu einer bestimmten Zeit ausgeführt wird. Er ist mit dem Windows Taskplaner vergleichbar. In der Webentwicklung werden Cronjobs benötigt, da Programmcode auf dem Server nur ausgeführt wird, wenn ein Client eine Anforderung stellt. Der Cronjob ist dafür zuständig, diese Anforderung zu stellen. Meistens laufen Cronjobs nachts, um Datensicherungen und Wartungen auszulösen.

CSS

Die Cascarding Style Sheets sind Dateien, die das Aussehen einer Webseite festlegen. In ihnen wird beispielsweise festgelegt, welche Farbe und Größe Überschriften haben, wie die Elemente einer Webseite angeordnet sind etc.

CSV

CSV steht für Comma Separated Values. Es handelt sich dabei um ein Dateiformat für Textdateien, welches häufig genutzt wird, um einfach strukturierte Daten zwischen unterschiedlichen Systemen auszutauschen. Dabei werden die Informationen durch ein spezielles Trennzeichen (in der Regel Komma oder Semikolon) getrennt. Jede Zeile repräsentiert einen Datensatz. CSV-Dateien können auch von Excel gelesen und erzeugt werden.

– D –

Datenbank

In Webanwendungen werden Datenbanken genutzt, um alle veränderlichen Daten zu speichern. In der Regel werden die Daten dabei in Tabellenform gespeichert. So hat eine User-Tabelle in einer Datenbank beispielsweise die Spalten Username, Passwort, E-Mail-Adresse. Jede Zeile der Tabelle repräsentiert dabei einen Datensatz, also einen User.

Denic

Die Denic ist die offizielle Vergabestelle für .de-Domains und der Anlaufpunkt, wenn man überprüfen möchte, ob eine bestimmte Domain noch frei ist, oder von wem sie registriert wurde (Feld oben rechts auf der Seite). Man sollte jedoch keine Domains direkt bei der Denic registrieren, da dies ungleich teurer ist, als bei einem normalen Hoster.

DNS

Jeder Server ist über eine bestimmte IP-Adresse erreichbar. Da man sich diese Zahlen nur schlecht merken kann, wurden Domains wie www.j-breuer.de eingeführt. Das Domain Name System ist dafür zuständig, aus einer Domain eine IP-Adresse zu machen. Es ist mit einer Telefonauskunft vergleichbar, die die passende Nummer zu einem Namen ermittelt. Dieses „Telefonbuch“ ist auf zahlreichen Servern verteilt. Ruft ein User eine Domain im Browser auf, wird von einem DNS-Server zunächst die passende IP-Adresse ermittelt und eine Anfrage an diese Adresse gestellt.

Als Nicht-Techniker kommt man mit DNS vor allem in Verbindung, wenn eine Webseite umzieht und sich somit die IP-Adresse ändert. Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis alle DNS-Server die neue IP-Adresse kennen. In dieser Zeit landen einige User noch bei der alten IP-Adresse, während andere schon die neue IP-Adresse bekommen. Dies muss man beim Umzug berücksichtigen.

Domain

Eine Domain ist ein weltweit eindeutiger Name für eine Webseite. Sie besteht mindestens aus einer Top-Level-Domain (de, com, net) und einem in dieser Top-Level-Domain einmaligem frei wählbaren Namen.

Dump

Ein Dump ist die Kopie eines Speicherinhalts. In der Webentwicklung ist meistens von Dumps im Zusammenhang mit Datenbanken die Rede. Es handelt sich bei einem Datenbank-Dump um die Auflistung aller Befehle, die zur Herstellung des aktuellen Inhalts der Datenbank nötig sind, also um eine Sicherheitskopie der Datenbank.

Dynamische Webseiten

Eine dynamische Webseite kann im Gegensatz zu einer statischen Webseite ihr Aussehen ändern. Während eine statische Webseite wie ein Blatt Papier auf einem Server liegt und für alle gleich aussieht, kann eine dynamische Webseite beispielweise darauf reagieren, wer die Seite gerade aufruft, wie spät es ist, oder welche Daten in der Datenbank liegen. Fast alle modernen Webseiten sind dynamisch.

– F –

Footer

Der Footer oder auch die Fußzeile befindet sich ganz unten auf einer Webseite. Er wird häufig für weniger wichtige Informationen wie Copyright-Angaben etc. genutzt.

Front-End

Das Front-End ist im Gegensatz zum Back-End der Teil einer Webseite, der sich nahe am User befindet. Es beschäftigt sich mit der korrekten Darstellung der Webseite und der Verarbeitung von User-Eingaben. Bei Content-Management-Systemen ist das Front-End der Teil der Webseite, der für jeden frei zugänglich ist.

FTP

Das File Transfer Protocol ist ein Kommunikations-Protokoll, welches auf den Austausch von Dateien optimiert ist. In der Webentwicklung wird FTP in der Regel dazu verwendet die Dateien der Webseite auf den Server zu übertragen. Dafür wird vom Hoster ein FTP-Zugang mit Benutzername und Passwort für den Server bereit gestellt.

– G –

GET

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Anfrage-Typen, die ein Client an einen Server stellen kann. Dabei ist GET der mit Abstand häufigste Typ, der bei Klicks auf Links und bei direkten Eingaben in das Adressfeld des Browsers verwendet wird. Andere Anfragetypen sind beispielsweise POST und HEAD.

Google Bot

Der Google Bot ist ein Programm, welches das Internet laufend durchsucht, um die Google Suchmaschine auf dem neuesten Stand zu halten. Für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, dass der Google Bot alle relevanten Inhalte der eigenen Webseite findet.

– H –

Header

Das englische Wort Header bedeutet soviel wie Kopfzeile und kann in der Webentwicklung für mehrere Dinge stehen, die oft durcheinander gebracht werden.

  1. Wenn der Server Daten verschickt, stehen im Header übergreifende Informationen über diese Daten, beispielsweise dass es sich um ein Bild handelt, welches zuletzt vor 3 Tagen aktualisiert wurde.
  2. Dann gibt es im HTML-Code einen Header, der durch das Tag <head> markiert wird. Dort stehen übergreifende Informationen über die HTML-Datei, wie der Titel der im Browser stehen soll oder zusätzliche Dateien, die für die Darstellung der HTML-Datei benötigt werden. Diese Informationen sind für den Browser bestimmt und für den User nicht sichtbar.
  3. Zu guter Letzt bezeichnet man den oberen sichtbaren Teil einer Webseite als Header (analog zum Footer). Hier befinden sich häufig das Logo und ein Banner der Webseite.

Hoster

Der Hoster oder auch Hosting Provider stellt den Server zur Verfügung, auf welchem die Webseite liegt. Er kümmert sich darum, dass der Server stets Strom und eine schnelle Internetverbindung hat. Je nach Tarif stellt er Speicherplatz auf dem Server, Datenbanken, E-Mail-Adressen, etc. zur Verfügung und kümmert sich um die Wartung des Servers.

.htaccess

Die Datei .htaccess ist eine spezielle Datei, in der beim Apache Webserver Konfigurationen hinterlegt werden können. Mit ihr können beispielsweise Verzeichnisse mit einem Passwort geschützt werden, Umleitungen eingerichtet werden, oder festgelegt werden, was im Falle eines Fehlers geschehen soll.

HTML

Die Hyptertext Markup Language ist die Grundsprache des Internets. Mit ihr werden bestimmte Elemente beispielsweise als Überschriften markiert oder Formulare definiert. Jeder Server verschickt eine Webseite als HTML-Code, der vom Browser interpretiert wird. Zur Markierung von bestimmten Elementen werden sogenannte Tags verwendet, die durch spitze Klammern eingeleitet werden.

HTTP

HTTP steht für Hypertext Transfer Protocol und ist das Kommunikationsprotokoll für HTML-Dateien. Es legt fest, in welcher Form der Client eine Anfrage an den Server stellen muss und wie die Antwort des Servers aussehen muss.

Eine besondere Rolle in der Antwort des Servers spielen dabei die Statuscodes. Über die Statuscodes teilt der Server mit, ob die Anfrage erfolgreich war, oder welcher Fehler aufgetreten ist. Hier die wichtigsten Statuscodes:

  • 200 (OK): Anfrage erfolgreich
  • 301 (Moved Permanently): Die Datei befindet sich dauerhaft an einem neuen Ort
  • 302 (Moved Temporary): Die Datei befindet sich vorübergehend an einem neuen Ort
  • 403 (Forbidden): Der Client hat nicht die Berechtigung, die Datei zu erhalten
  • 404 (Not Found): Die Datei wurde nicht gefunden
  • 500 (Internal Server Error): Innerhalb des Servers ist ein Fehler aufgetreten

– I –

Iframe

Ein Iframe ist eine Webseite, die innerhalb einer anderen Webseite eingebunden wird. So sind beispielsweise eingebaute Youtube-Videos Iframes.

IP-Adresse

Die IP-Adresse ist eine weltweit eindeutige Nummer für einen Computer. Sämtlicher Datenverkehr im Internet ist über die IP-Adresse geregelt. An jedem Datenpaket ist vermerkt, für welche IP-Adresse es bestimmt ist.

– J –

JavaScript

JavaScript ist eine Programmiersprache, deren Code auf dem Client ausgeführt wird. Der JavaScript-Code wird zusammen mit dem HTML-Code an den Client übertragen. Mit JavaScript kann man beispielsweise darauf reagieren, wenn der User ein bestimmtes Element anklickt oder eine Taste drückt. Trotz des ähnlichen Namens hat JavaScript nichts mit der Programmiersprache Java zu tun.

jQuery

jQuery ist eine Erweiterung für JavaScript. Sie macht das Leben für Entwickler deutlich einfacher und es gibt fertige Lösungen für häufig benötigte Anwendungsfälle.

– L –

Logfiles

In den Logfiles des Servers ist gespeichert, wer wann welche Datei angefordert hat. Mit den Logfiles können Statistiken über die Besucher erstellt werden, oder Einbruchsversuche in den Server nachvollzogen werden.

– M –

Meta-Tags

Die Meta-Tags stellen für den Benutzer nicht sichtbare Informationen über die Webseite zur Verfügung und befinden sich im <head>-Bereich der Webseite. So gibt es beispielsweise den Metatag description, der eine Beschreibung der Seite enthält. Dieser Metatag wird von Google für die Suchergebnisse verwendet.

MySQL

MySQL ist die bei den meisten Webseiten verwendete Datenbank. Sie ist kostenlos und schnell eingerichtet, hat aber weniger Funktionen als kostenpflichtige Datenbanken wie MSSQL. Fast alle bekannten Content Managment Systeme nutzen MySQL.

– P –

PHP

PHP steht für PHP: Hypertext Preprocessor. Es handelt sich um eine Programmiersprache, die für die Ausführung auf dem Server entwickelt wurde. So können beispielsweise die Eingaben in ein Kontaktformular überprüft werden und dem User je nach Ergebnis eine Fehlermeldung oder eine Bestätigung ausgegeben werden. PHP ist mit Abstand die am weitesten verbreitete serverseitige Sprache. Fast alle bekannten Content Managment Systeme basieren auf PHP.

PHPMyAdmin

PHPMyAdmin ist ein PHP-Script, mit welchem man eine MySQL-Datenbank verwalten kann. Es ist bei fast allen Hostern vorinstalliert.

POST

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Anfrage-Typen, die ein Client an einen Server stellen kann. POST wird meistens verwendet, wenn der Client zusammen mit seiner Anfrage Formulardaten oder hochgeladene Dateien an den Server überträgt. Andere Anfragetypen sind beispielsweise GET und HEAD.

PSD

PSD ist das Dateiformat des Programms Photoshop, welches für die Erstellung von Webseiten-Designs benutzt wird. Die PSD-Datei ist dabei die Vorlage für den HTML-Code.

– R –

robots.txt

Diese spezielle Datei wird dazu verwendet dem Google-Bot und anderen „Robotern“ mitzuteilen, welche Verzeichnisse sie nicht besuchen dürfen. Dies ist beispielsweise bei Administrationsbereichen sinnvoll, die nicht in der Google Suche erscheinen sollen.

RSS-Feed

RSS steht für Really Simple Syndication und beschreibt ein Format, mit dem Inhalte auf Webseiten beschrieben werden. Unter einer bestimmten Adresse werden die Inhalte nach diesem Format hinterlegt. Mit einem Feedreader kann ein interessierter Leser diese Adresse abonnieren. Der Feed-Reader überprüft diese Adresse regelmäßig und lädt neue Inhalte herunter. So bekommt der Leser sämtliche Inhalte vorgelegt, ohne ständig auf der Webseite vorbeischauen zu müssen. RSS-Feeds sind vor allem bei Blogs beliebt.

– S –

Script

Ein Script ist Programmiercode, der eine bestimmte Aufgabe erfüllt.

Server

Der Server ist in Webanwendungen der Computer, auf dem die Daten der Webseite liegen und der sie an anfragende Clients verschickt. Der Server befindet sich in der Regel in einem Rechenzentrum.

Session

Sessions werden verwendet, um einen User über mehrere Unterseiten einer Webseite zu identifizieren und für ihn spezifische Daten zu speichern. Legt ein User in einem Online-Shop etwas in den Warenkorb wird dieser Artikel in seiner Session gespeichert. Die Session wird mit einem einmaligen Code versehen, der an den User per Cookie verschickt wird. Ruft der User eine weitere Unterseite des Shops auf, schickt er den Cookie mit dem Code an den Server zurück. Somit kann der Server den Artikel im Warenkorb dem User wieder zuordnen.

sitemap.xml

Die sitemap.xml ist eine spezielle Datei, in welcher nach einem bestimmten Format alle Unterseiten einer Webseite aufgelistet sind. Sie ist für Google hilfreich, um sämtliche Unterseiten zu finden.

SSL

Secure Socket Layer ist ein Verschlüsselungsprotokoll, welches zum Austausch von sensiblen Daten genutzt wird. Damit man SSL nutzen kann, muss mal als Betreiber einer Webseite ein Zertifikat von einer anerkannten Zertifizierungs-Stelle wie thawte erwerben. Als User erkennt man SSL daran, dass im Adressfenster https:// anstatt von http:// steht und bei den meisten Browsern an einem kleinen Schloss.

Statische Webseiten

Statische Webseiten sehen im Unterschied zu dynamischen Webseiten immer gleich aus. Sie liegen wie ein Blatt Papier auf dem Server. Heutzutage sind nur noch wenige Webseiten komplett statisch.

Subdomain

Eine Subdomain ist eine Domain, die unterhalb einer anderen Domain liegt. Man erkennt sie daran, dass hinter ihrem Namen noch ein Punkt und der Name einer weiteren Domain kommt (z.B: http://blog.example.com). Bei größeren Webseiten werden Subdomains benutzt, um bestimmte Bereiche abzutrennen. Als Inhaber der Domain example.com hat man die Berechtigung beliebige Subdomains unter dieser Domain anzulegen.

– T –

Template

Ein Template (Schablone) wird bei vielen Content Management Systemen genutzt, um die Darstellung der Inhalte zu steuern. In ihm ist das Design der Webseite festgelegt. Je nach System variiert der Begriff. Andere gebräuchliche Begriffe sind Theme oder Skin.

Top Level Domain

Eine Top Level Domain ist die höchste Ebene einer Domain und identifiziert das Land oder den Typ der Webseite. Sie befindet sich immer am Ender der URL. Die bekanntesten Top Level Domains sind .de, .com, .net und .org.

Traffic

Mit Traffic meint man in der Webentwicklung den Datenverkehr, der zwischen Clients und Server ausgetauscht wird. Grundsätzlich ist es für die Geschwindigkeit der Webseite anzustreben, unnötigen Traffic zu vermeiden. Früher musste man beim Überschreiten gewisser Traffic-Grenzen zusätzliche Gebühren bezahlen, inzwischen sind die meisten Hoster zu einem Flatrate-System übergegangen.

Im Online-Marketing spricht man häufig auch von Traffic im Zusammenhang mit Besucherzahlen. Erzeugt man Traffic, sorgt man dafür, dass Besucher auf die Seite kommen.

– U –

URL

URL steht für Uniform Resource Locator und beschreibt eine Ressource (in der Regel eine Datei) und die Methode, mit der darauf zugegriffen werden soll (in der Regel das Protokoll). Eine vollständige URL ist beispielsweise https://www.j-breuer.de während www.j-breuer.de nur eine Domain ist.

User

User bedeutet übersetzt Benutzer und beschreibt auch nichts anderes. Wenn ein Entwickler von einem User redet, kann man das Wort durch Benutzer ersetzen. Englisch ist halt einfach cooler 🙂

UTF-8

UTF-8 ist die im Internet wichtigste Zeichenkodierung. Mit ihr können deutsche Umlaute, aber auch zum Beispiel chinesische Schriftzeichen dargestellt werden. In der Praxis kommt es jedoch immer wieder zu Problemen mit Umlauten und anderen Sonderzeichen, weil der Server UTF-8 kodierte Zeichen verschickt, der Client die Zeichen jedoch nach einer anderen Kodierung interpretiert oder umgekehrt.

– W –

W3C

Das World Wide Web Consortium ist das Gremium zur Standardisierung des Internets. Dieses Gremium legt beispielweise fest, wie bestimmte HTML-Tags interpretiert werden sollen oder bestimmte Anfragen verarbeitet werden sollen. Leider halten sich nicht immer alle Beteiligten an diese Vorgaben, was Webentwickler dazu zwingt, Sonderlösungen für bestimmte Browser zu implementieren. Besonders der Internet Explorer von Microsoft ist hier in der Vergangenheit negativ aufgefallen.

Webservice

Ein Webservice dient zum Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Systemen. Eine Webanwendung kann unter einer bestimmten URL eine Anfrage stellen und bekommt dann die gewünschten Daten zurück.

Webspace

Als Webspace bezeichnet man Speicherplatz auf der Festplatte eines Webservers. Dort werden die Dateien der Webseite gespeichert. Der Webspace wird in der Regel vom Hoster zur Verfügung gestellt.

– X –

XML

Die Extensible Markup Language ist eine Auszeichnungssprache, um komplexe Daten zu strukturieren. Genau wie HTML nutzt sie ineinander verschachtelte Tags, mit der Daten markiert werden können. XML wird in der Regel zum Austausch von komplexen Daten zwischen unterschiedlichen Computersystemen genutzt. XML-Dateien können jedoch auch von Menschen gelesen werden.

ABCD – E – FGHIJ – K – LM – N – O – P – Q – RS – T – U – V – WX – Y – Z

 

Fehlt hier noch ein wichtiger Begriff? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar und ich trage den Begriff nach. Ansonsten werde ich diese Liste auch aktuell halten und Begriffe nachtragen, die mir noch einfallen. Ich beschränke mich allerdings dabei auf technische Begriffe. Zum Thema Online-Marketing kann ich den Glossar von Vladislav empfehlen.


4 Gedanken zu “Webentwicklung Glossar
  1. Hallo Jonas,

    ein guter Anfang, das Design ist sehr ansprechend. Vielleicht kann ja auch der Besucher neue Begriffe für das Glossar vorschlagen – denke an eine Technik, ähnlich dem Kölsch-Übersetzer.

    Viele Glück und Erfolg
    HG

  2. Hallo HG,

    gute Idee, das baue ich noch ein. Bis dahin kann man natürlich auch hier über die Kommentare neue Begriffe vorschlagen.

    Schöne Grüße,
    Jonas

  3. Hallo Jonas,
    vielen Dank für die umfangreiche und hilfreiche Übersicht.
    Ich hätte noch einen Kandidat: mir fällt auf, dass „Homepage“ sehr häufig fälschlicherweise für das gesamte Konstrukt aus mehreren Websites verwendet wird.

    Schöne Grüße
    Sarah

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